D

Die Funktional-Optometrie ...

oder auch Verhaltensoptometrie genannt, beschäftigt sich mit Funktionsstörungen im Sehvorgang. Auch bei „gesunden Augen“ können trotzdem Störungen im Sehverhalten auffällig werden. Diese Funktionsstörungen im Sehverhalten sind meist auf eine fehlerhafte Sehentwicklung zurückzuführen.

Und weil der Mensch für das Sehen keine Reflexe besitzt (wie beispielsweise beim Krabbeln, Laufen oder Greifen), kann Sehen auch falsch erlernt werden. Das Sehen ist nicht von Geburt an vollständig entwickelt. Das Sehen entwickelt sich nach der Geburt durch Erfahrungen. Ob richtiges - oder falsches Sehen erlernt wird, hängt von den gemachten Erfahrungen ab. Zum Beisp. wirken sich Seherfahrungen bei kurzer Krabbelphase meisten negativ auf die Sehentwicklung aus.

Schon der bekannte amerikanische Optometrist Dr. A.M. Skeffington erkannte, dass der Sehvorgang aus Einzelfähigkeiten besteht. Er zerlegte den Sehprozess in 4 wichtige Einzelfähigkeiten und ordnete diese wieder sinnvoll nach physiologischen Abläufen in Verbindung zu anderen Körperfunktionen zusammen. Aus diesem Wissen als Grundlage, entwickelte sich die Funktional-Optometrie.

 

Hier die 4 wichtigen Sehfunktionen , über die unsere Augen verfügen müssen, um im Sehvorgang aus beiden Augen ein optimales Bild zu machen:

 

Augenfolgebewegung: Objektverfolgung und Blicksprünge. Gibt die Info- wo ist das Objekt.

Die Augenstellung beider Augen zueinander, - das Ausrichten der Augenachsen müssen exakt auf ein Objekt gerichtet sein und das auch in Bewegung des Körpers und zeitlich in angemessenem Rahmen. Wichtig ist hier die Erkennung des Objekts als sauberes Einzelbild und für das räumliche Sehen. 

Das Scharfstellen der Augen, das Fokussieren, die Erkennung des Objekts im Detail.

Die Wahrnehmung, dem gesehenen Bild einen Sinn geben, die Interpretation.

Wenn nun die 4 Fähigkeiten nicht optimal miteinander harmonisch funktionieren, entstehen oft viele Probleme:

Dann wird das Lesen oft zur Qual. Auch Lernschwierigkeiten stellen sich dann häufig ein. Oft bleiben diese Fehler, Defizite oder Mängel unerkannt, weil diese Kinder oft 100 % an Sehschärfe besitzen.

Oft sind diese Probleme aber in der Nähe bedingt und zeigen sich durch: Schlechtes Schriftbild, schaut lieber aus dem Fenster, konzentriert sich nicht gut, zeitlich verlangsamtes Lesen wie Schreiben oder auch Rechnen. Das Verrutschen in der Zeile oder Verwechseln von Buchstaben oder Zahlen sind typisch und häufig in solchen Fällen.

Ein häufiger Verlauf in solchen Fällen: Die Lehrer in der Schule merken, dass hier etwas nicht stimmt und der Augenarzt diagnostiziert aber keine Krankheit. Hier handelt es sich auch um keine Krankheit, sondern um eine Seh-Funktionsstörung. Solche Seh- Funktionsstörungen lassen sich mit Visualtraining erheblich verbessern oder gar beheben. Bei gutem Sehen, greifen diese Sehfunktionen ineinander und kooperieren optimal mit dem Gehirn, auch in der Bewegung. Nach einem erfolgreichen Visualtraining, wenn diese Fähigkeiten wieder gut zusammen funktionieren, kann sich die Konzentration verbessern, die Lese- und Schreib-Geschwindigkeit erhöhen. Das Rechnen fällt leichter und auch allgemeine Lernprozesse und das Begreifen von Dingen verbessern sich. Wenn die Augen im Sehvorgang ihren Job machen, dann wird der Mensch auch leistungsfähiger. Auch vorbeugend kann es Sinn machen, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und gezielt aufzuarbeiten. Schließlich haben sich die Seh-Anforderungen in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert. Was sind schon 10 Jahre in unserer Entwicklung der Evolution als Mensch? Die Anpassung an diese neuen Seh-Anforderungen ist daher physiologisch für den Menschen schwierig. Ob PC-Arbeit oder Spielen am Smartphone , fast alles findet im Nahbereich statt. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass etwa 20% aller Kinder heutzutage solche Probleme haben.

Gutes komfortables Sehen kann so schön sein. Aber wie alles im Leben, sollte am Anfang die Breitschaft zum Üben stehen. „Ohne Schweiß keine Preiselbeeren“

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, hat es sich für Sie hoffentlich gelohnt. Für weitere Gespräche stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Voraussetzung zum Visualtraining ist zunächst eine optometrische Analyse, eine Sehanalyse.

Diese besteht aus vielen Funktionstesten wie auch den 21 Punkte Messungen , den OEP (optometric extension program).

 

 

 

Wir sind Mitglied bei:

www.lorscher-einzelhandel.com

www.wvao.org

Optik Siekmann in Lorsch

Unser Fachgeschäft gibt es seit über 32 Jahren am Standort Lorsch. Unser Domizil in der Römerstraße 16 (ehemals Modehaus Löffelholz) bietet Ihnen neben dem Service eines Meisterbetriebes eine große Auswahl an Brillen-Wechselsystemen, Fassungen, Kontaktlinsen, Pflegemittel. Integriert in unser Kompetenzzentrum ist die Augenschule für visuelle Wahrnehmung.

Ihr Kontakt zu uns

Fon 0 62 51 / 5 75 11
Email: optik.siekmann@online.de
Website: www.optik-siekmann.de
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9.00 bis 12.30 und 14.30 - 18.30 Uhr
Sam. 9.00 - 13.00 Uhr.

Römerstraße 16
64653 Lorsch